Der Trainer mit der Nummer 72

Der VfL Wolfsburg und der SC Paderborn
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Ist ja nur ein Testspiel. Nur? Vielleicht hätte die Konkurrenz genauer hinschauen sollen, als Zweitligist Paderborn im November beim Bundesligisten Wolfsburg mit 3:1 gewann. Damals war der SC Neunter. In der kommenden Saison nun gibt es ein Wiedersehen um Punkte. Und ein Wiedersehen mit einem Ex-VfLer. Als No-Name-Trainer Steffen Baumgart die Westfalen im April 2017 in der 3. Liga übernahm, war eigentlich schon alles zu spät. Der dritte Abstieg in Folge stand tabellarisch fest.
  
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Aber: 1860 verlor die Lizenz, der SCP blieb drin, stieg ein Jahr später auf, und wieder ein Jahr später erneut. Achterbahn – bergauf auch dank Baumgart. Der war ein Typ, als er 1998 von Hansa Rostock zum VfL gekommen war. Geradlinig, kampfstark. Die Trainerlizenz machte er im gleichen Lehrgang wie Florian Kohfeldt (Bremen) und Marco Rose (Kandidat beim VfL, ging nach Gladbach). Magdeburg und Berliner AK hießen seine wesentlichen Stationen als Coach. Sein Credo: Offensivfußball, lieber 5:4 als 1:0. Schon vor dem Testspiel im vergangenen November hatte Paderborn die zweitmeisten Tore in der 2. Liga auf dem Konto. Baumgarts Marotte als Spieler: aufgestellter Kragen. Die Marotte von heute: ein Base-Cap.

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„Ich trage fast immer eines, vielleicht, weil ich nicht so viel an meiner Frisur arbeite“ sagt er mit seinem typischen trockenen, bodenständigen Humor. Anderes Beispiel: Auf Cap und Kleidung bei Spielen trägt Baumgart, Jahrgang 1972, die Nummer 72. Denn „dass ich Trainer bin, weiß ich. Und SB klingt nach Selbstbedienung...“ (rau)

3. Spieltag - 30. August bis 1. September

Bor. Mönchengladbach – RB Leipzig (Fr.)
Bayern München – FSV Mainz 05 (Sa.)
Bayer Leverkusen – 1899 Hoffenheim (Sa.)
VfL Wolfsburg – SC Paderborn (Sa.)
SC Freiburg – 1. FC Köln (Sa.)
FC Schalke 04 – Hertha BSC (Sa.)
Union Berlin – Borussia Dortmund (Sa.)
Werder Bremen – FC Augsburg (So.)
Eintr. Frankfurt – Fort. Düsseldorf (So.)
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