Teilnahme als Bewerbung

Marokko will die Weltmeisterschaft 2026 austragen. Da ist es hilfreich, dass sich auch die Nationalmannschaft nach 20 Jahren wieder für die WM qualifiziert hat.
Der Star: Medhi Benatia (31) ist Kapitän und Abwehrchef.
Der Star: Medhi Benatia (31) ist Kapitän und Abwehrchef.
Über allem schwebt der Traum des Königs: eine Weltmeisterschaft im eigenen Land. 2026 soll es so weit sein, so der Plan von Mohammed IV. Die Nordafrikaner wollen sich mit ihrer Kandidatur gegen die USA, Kanada und Mexiko durchsetzen, die zusammen die WM ausrichten wollen. Nach vier vergeblichen Versuchen soll es 2026 endlich klappen.

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Als Vorbild für die Bewerbung gilt ausgerechnet die eigene Nationalmannschaft, die sich Ende des vergangenen Jahres erstmals seit 20 Jahren wieder für ein Endrundenturnier qualifiziert hat. Getreu dem Motto: „Was Marokko will, kann es auch umsetzen.“

Ein 2:0-Sieg gegen die Elfenbeinküste sicherte Marokko die erste WM-Teilnahme seit 1998. Noch als die Spieler auf dem Feld feierten, rief König Mohammed Trainer Hervé Renard sowie Kapitän Medhi Benatia (Juventus Turin) an und beglückwünschte sie zu dem Erfolg. „Wir mussten die WM 20 Jahre lang am Fernseher schauen. Jetzt sind wir wieder dabei, und darauf können wir wirklich stolz sein“, sagt der ehemalige Bayern-Spieler Benatia, der großen Anteil an der Qualifikation hatte. „Medhi ist der Kapitän, mein Vertrauter, das Vorbild der Spieler und der Trainer“, sagt Coach Renard. Rund um den 31-Jährigen hat er ein Abwehrbollwerk errichtet, das auch bei der WM bestehen soll. Marokko blieb in der Quali ohne Gegentor.

Mit Hakim Ziyech (Ajax), Amine Harit (Schalke) und Younes Belhanda (Galatasaray) hat Renard zudem starke Offensivspieler im Kader.

SCHNELLCHECK

Zahlen und Fakten

Höchster Sieg
1961 gegen Saudi-Arabien (13:1)

Höchste Pleite
1964 gegen Ungarn (0:6)

Rekordnationalspieler
Abdelmajid Dolmy (140 Spiele)

Rekordtorschütze
Ahmed Faras (42 Tore)

Wert des WM-Kaders
122 750 000 Euro

Größte Erfolge

WM-Achtelfinale 1986, Afrikameister 1976

Der Trainer

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Hervé Renard (49) gilt in Marokko als „weißer Zauberer“, weil er das Land erstmals seit 20 Jahren wieder zu einer WM führte. Der Franzose ist seit 2016 im Amt.
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